Freitag, 5.11.2021       19:30-22:00

Das heutige Programm vereint Jugendliche und ältere Menschen, die voll im Leben stehen. Sie tanzen alterslose Themen in menschlichen Biographien: Das Aushalten von Druck und Stress, Festhalten von kostbaren Momenten, Loslassen und Verschwinden. Auf der Bühne sind ganz verschiedene Körper zu erleben - in eindrücklichen und poetischen Bildern.  

Mit Gruppen aus Chur, Bern, Genf und Zürich. 

Jeden Abend begleiten verschiedene Menschen das Publikum von Stück zu Stück und bilden eine Brücke zwischen Bühne und Zuschauerraum. Heute: Tina Mantel mit der Gruppe manntanzt


SWOLLEN TONSILS

Federica Normanno, Chur

Photocredit: Christian Glaus

Tänzer : Rocco Primoceri

 

Choreographie : Federica Normanno

Audio/Musik : Davide Normanno

Text : Rocco Primoceri

 

7 min

 

 

 


In dieser Produktion wird das Thema „Druck" thematsiert. Im täglichen Leben steht man oft unter Druck und hat das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Dazu kommt ein ständiges Vergleichen mit Anderen, was oft dazu führt, die eigenen Stärken auszublenden oder zu vergessen. Druck fliesst von einem Menschen auf den anderen und wieder zurück, er hat seine eigenen Kreisläufe. Durch kraftvolle Bewegungen und Bewegungssprache eröffnen sich viele Möglichkeiten, den treibenden „Druckfluss" auf verschiedene Weisen darzustellen. 

 

Das Stück wurde kreiert durch Federica Normanno (Choreographie) und mitgestaltet von Rocco Primoceri (Schauspiel). Dies ist das zweite gemeinsame Projekt eines unkonventionellen Duos, in welchem verschiedene Disziplinen wie Schauspiel und Tanz miteinander kombiniert werden. 

 

https://www.instagram.com/federica.normanno/

https://www.instagram.com/roronoarocco

 

Die Gruppe dankt: Verein Chur tanzt & Tanzschule Balleo Chur



AugenBlicke

Junges Tanztheater akar, Bern, in Ko-Operation mit          Tanzplatz Vorbern

Photocredit : ImObjektiv - Markus Zurbuchen

Tänzer*innen : Yma Abplanalp, Mia Althof, Jeanne Arber, Elin Eggenberger, Ella Engel, Sofia Fischer, Ellen Herzam, Hannah Kühni, Caroline Mäder, Malaika Messerli, Zofia Misiak, Lina Stäheli, Ida Speakman, Lee Speakman, Gia Luna Weber

 

Choreographie : Britta Gärtner und Regula Mahler

Videobegleitung und Postproduktion : Klaus Ehret

Kamera : Tänzerinnen und Tänzer, Klaus Ehret

 

30 min


Ein Blick, ein Wimpernschlag und schon ist er da: der Augenblick.

Wir wünschen uns Augenblicke, die uns verzaubern, uns zum Lachen bringen, uns glücklich machen. Augenblicke sind Kostbarkeiten des Lebens; flüchtige Momente im Hier und Jetzt.

Wir fangen sie ein in Bildern. Wir färben, zoomen, drehen sie und wollen sie mit anderen teilen. Gepostet hoffen wir auf viele Likes; auf eine Bestätigung unserer Performance im sozialen Netz. Augenblicke, in denen Einschneidendes passiert, lassen uns aufhorchen. Nie vergessen wir den Moment, in dem wir sie erleben.

 

Die Jugendlichen lernen eine künstlerische Aussage in eine Form zu bringen und erfahren, wie Live Musik, Raumgestaltung und Kostüme die Aussage verstärken. Vom spielerischen Erforschen zum bewussten Gestalten werden die Jugendlichen von erfahrenen Tanzpädagoginnen geführt. 

 

www.akardance.ch

Trailer

 

Die Gruppe dankt  Swisslos Kultur Kanton Bern, Kinder- und Jugendkultur Stadt Bern, Burgergemeinde Bern, Gesellschaft zu Ober-Gerwern, Zunftgesellschaft zu Schmieden, Gaffuri Druck und Werbetechnik, Tojo Theater Reithalle. akar Förderverein und Tanzplatz Vorbern Förderverein


ENTRE LES DEUX ÉPAULES

CAROLINE DE CORNIÈRE / Compagnie C2C, Genf-Genève

Photocredit : Elisa Murcia Artengo

Tänzerinnen :  Caroline de Cornière, Rosangela Gramoni

 

Konzept und Choreographie : Caroline de Cornière

Musik : Fernando de Miguel

Kostüme : Aline Courvoisier

 

20 min


In Anlehnung an die Zeitschrift „Traces de vie" von Alice Rivaz sammelt Caroline de Cornière Eindrücke, um die Spuren des Lebens, die der Körper trägt und die die Gesten prägen, mit Zärtlichkeit und Feingefühl zu durchkreuzen. In einem Duett mit poetischer Dimension erkundet sie weiterhin Themen, die ihr am Herzen liegen: die Wirkung der Zeit auf den Körper, der Stellenwert des Alltagslebens in der Choreografie und die Verbindung zwischen den Generationen.
Zwischen den beiden Schultern, wo der Atem geboren wird, wo die Gefühle dem Herzen ihren Rhythmus diktieren. Wie können wir von dort aus die Ängste, die Zerbrechlichkeit und das Stigma des Alters in freudige und sanfte Klarheit verwandeln? Wie kann man den Schwung des Körpers und die Jugendlichkeit der Augen, die Lust am Tanzen teilen?

Zwei Frauen mittleren Alters, 49 und 77 Jahre alt - eine Generation auseinander - zwei Frauenkörper, die zusammenarbeiten, um eine gestische Verbindung zu schaffen, die sie zusammenbringt und ihre Geschichte erzählt.

 

https://caroline2corniere.com/ 

 

Die Gruppe dankt  Théâtre du Galpon, Atelier Résidence H107


LETZTE DINGE

Tanztheater Dritter Frühling, Zürich

Photocredit : Maria Cheilopoulou

Tänzer*innen : Hanspeter Blatter, Victor Burtscher, Elettra Curetti Schärer, Agatha Gachnang, Angelika Hausammann, Maria Hauswirth, Barbara Hörler, Ursula Sauser, Monika Schär, Helga Starcevic, Luce Tardent  

 

Choreographie/Regie : Bettina Holzhausen und Katrin Oettli

Video : Katrin Oettli

Musik : Simon Grab

Kostüme : Natalie Péclard

 

40 min


In «Letzte Dinge» geht es um ernste und traurige Seiten des Älterwerdens: Abschied nehmen von Menschen und Dingen, Umgang mit Verlust und Nutzlosigkeit, Erinnerungen und Einsamkeit. Es scheint auf der Hand zu liegen, dass Älterwerden und Sterben zusammengehören, aber darüber ein Stück zu machen, ist im Grunde eine radikale Entscheidung und führt alle Beteiligten an persönliche Grenzen. Zusammen mit den Tänzerinnen haben die Choreografinnen Bettina Holzhausen und Katrin Oettli eindrückliche Bilder über das Verschwinden und Loslassen geschaffen und mit einer Prise Schalk und schwarzem Humor gewürzt.  

 

Seit 1997 bringt das Tanztheater Dritter Frühling Tanz- und Theaterprojekte mit älteren Menschen auf die Bühne. Ob für Bühnenprojekte, Workshops oder andere Projekte immer arbeiten die Senior*innen des Dritten Frühlings mit professionellen Künstler*innen zusammen.   

 

https://dritter-fruehling.ch/