Donnerstag, 4.11.2021       19:30-22:00

Wer war ich, wer will ich noch sein und wo stehe ich in der Gesellschaft?  

Ältere und jüngere Frauen - und zwei Männer -  setzen sich mit ihrer Identität und ihren unterschiedlichen Rollen und Lebensphasen auseinander. Sie beschäftigen sich mit einer deutschen Tänzerin und Widerstandskämpferin oder geben sich dem Suchen und Staunen der Improvisation hin. Zum Teil mit Live-Musik und mit Menschen zwischen 7 und über 70 Jahren in Gruppen aus Biel/Zürich, Basel und Bern. 

Jeden Abend begleiten verschiedene Menschen das Publikum von Stück zu Stück und bilden eine Brücke zwischen Bühne und Zuschauerraum. Heute: Corina Arbenz, gehörlose Allrounderin in Gebärdensprache (mit Dolmetscherin)


3 SOLOS = 1 TRIO

Caccivio en Compagnie, Biel-Bienne

Photocredit : Christian Glaus

Tänzer*innen : Paulette Guggerli, Brigitte Wachter, Sonja Wenger 

 

Choreographie & Dramaturgie & Sound & Lights :

Nicole Berndt-Caccivio 

 

20 min

 


Als stille Beobachterin, als Choreographin, habe ich bei jeder ProtagonistIn herausgespürt, was sie JETZT gerade beschäftigt - in der Zeit nach/vor Corona; zu welchen Themen sie zusammen mit mir forschen und recherchieren möchte.

Fragen tauchten dabei auf: „Wie hast du dich vor 40 Jahren wahrgenommen …und wie jetzt?“ Sowie: „Wie möchtest du sonst noch so sein? - was hättest du gerne mal ausprobiert?“ PRO AGING! Das Älterwerden als Ressource und nicht Defizit sehend!

Ähnlich wie pubertierende Teenies nehmen alternde und alte Menschen ihren Körper/ihr Aussehen wie in einer nicht manipulierbaren Metamorphose wahr. 3 Solos = 1 Trio markiert einen gewissen Moment auf diesem Weg, der mit dem Tod endet, dem Abschiednehmen vom Hier und Jetzt, um in eine neue Dimension gelangen zu können.

 

Caccivio en Compagnie sucht generationsverbindende Themen und entstand während der Pandemie 2020. In meiner Heimatstadt Biel-Bienne suche ich nach vielen Jahren wieder einen Bezug zur Schweiz (ich lebe auch in Berlin und arbeite international) und entschied mich, ein Projekt ins Leben zu führen mit dem Schwerpunkt : Generationsübergreifend sowie professionelle und nicht professionelle KünstlerInnen zusammenzubringen.

To be continued!

 

Die Gruppe dankt für Unterstützung: Biel – Bienne Kultur/Culture


AT ONCE

ECHT JETZT! Ensemble Improvisation, Basel

Tänzer*innen : Karin Christen, Susanne Egger, Clemens Fellmann, Szabina Gäumann, Sandra Rau, Carola Zierbeck 

 

Choreografische Leitung : Simon Wenger 

 

20 min

 

 


Photocredit: Christian Glaus

„at once" ist ein Improvisationsstück für sechs Solos, die zur gleichen Zeit am gleichen Ort stattfinden. Ästhetischer Bezugspunkt ist die Poetologie der „unspezifischen Genauigkeit", die Hilde Domin mit Blick auf die Lyrik formuliert hat. Durch die Montage von sechs simultanen Solos entstehen Bildfragmente und Querverbindungen, die die Körper weder erahnen noch mitmeinen können. „at once" ist eine assoziative Collage. Winzige Ausschnitte eines riesigen Ganzen.    

 

ECHT JETZT! ist ein Basler Tanzensemble, das sich der Improvisation verschrieben hat. ECHT JETZT! dreht sich um die eigene Achse. ECHT JETZT! springt über den Rand, treffsicher und träumerisch. Weil wir uns wundern. Weil sich warten nicht lohnt.

 


ODA UND DIE BROTKATZE

Junges Ensemble hermesdance, Bern

Photocredit : Jan Holler

Tänzer*innen : Anna Bellorini, Lia Brcic, Meret Eymann, Lia Füllemann, Philine Holler, Valentina Loertscher, Isabelle Mösch, Célestine Quartier, Morgan Roux, Lina Lou Sansano, Hannah Steinfels, Lina Suter, Rosanna Wachter, Milan Wälti, Julia Wechsler, Sarah Wechsler, Lena Witschi 

 

Choreographie : Karin Hermes

Lichtdesign : Daniel Tschanz

Projektleitung : Julia Wechsler 

 

25 min


„Oda und die Brotkatze" ist ein Tanztheater zum Wirken von Oda Schottmüller, geboren 1905 in Deutschland. Sie war Tänzerin, Bildhauerin und Widerstandkämpferin und immer auf der Suche nach dem Sinn des Lebens. Die Gestapo hatte Oda Schottmüller vorgeworfen, sie habe ihr Atelier für Funkversuche zur Verfügung gestellt. Obwohl dieser Vorwurf nicht bewiesen werden konnte, wurde sie zum Tode verurteilt und am 5. August 1943 als siebte von 16 Regimgegnerinnen und -gegnern enthauptet. Karin Hermes setzt sich mit den jungen Tanzenden aus heutiger Perspektive mit Oda Schottmüller auseinander. 

 

Das Junge Ensemble hermesdance tanzt von ‚zeitgenössisch‘ bis zu ‚site spécifique‘, mit Intensität, starker Präsenz und hervorragender Musikalität. Karin Hermes gründete das Junge Ensemble 2014 und choreografiert seither jährlich eine Produktion. Das Junge Ensemble arbeitet auch mit anderen Choreografierenden, z.B. Tim Rubidge (UK), Tiziana Arnaboldi, Marco Volta, Joana Hermes und Lea Bernath. 

 

www.hermesdance.com

 

Die Gruppe dankt für Unterstützung: Verein Junges Tanztheater Bern, Crowd funding 2020, Burgergemeinde Bern, Kultur des Kantons Bern.


MITÉRA DYO

Neoli, Bern

Photocredit : Nicole Pfister

Tänzer*innen : Andrea Schenk, Ava Hidalgo, Barbara Zingre, Caroline Hug, Chiara Lötscher, Elena van der Weg, Ella Engel, Elsa van der Weg, Emilie Graf, Emma van der Weg, Julia Im Obersteg, Lena Santschi, Lorena Müller, Luise Krause, Luise Teichert, Marianne Kläy, Noya Grau, Samea Matter, Simone Graf, Sofie Schuwerk, Yvonne Mattmann 

 

Produktionsleitung : Nora Werren & Meret Wasser

Choreographie, Konzept : Nora Werren

Dramaturgie, Konzept : Meret Wasser

Musik : Ramon Oliveras (dr), Andrina Bollinger (voc)

Probenassistenz : Meret Wasser

Licht : Daniel Tschanz 

 

50 min

 


Im Tanzstück mitéra dyo entfaltet sich aus der Ganzheit der Mutter Erde das Sein der Frau in verschiedenen Lebensphasen. Inspiration für die Entwicklung der Bewegungssprache war die Vielfalt der Weiblichkeit und ihre enorme Kraft als Frau, Mutter, Tochter und Schwester. Dabei kommen wichtige Qualitäten, wie ganzheitliches Erleben, Verbundenheit und der tiefe Kontakt zu sich selbst zum Ausdruck. Tanz und Musik verschmelzen zu rituellen Abläufen, die sich kreisend zuspitzen und in einem Höhepunkt enden. Das Tanzstück mitéra dyo zeigt und feiert die Einzigartigkeit der Frau. 

 

Das generationenübergreifende Tanzritual mitéra dyo wird von 21 Frauen im Alter von 7 bis 74 Jahren getanzt.

 

https://www.facebook.com/Neoli-1439049359468052/