Mittwoch, 3.11.2021       19:30-22:00

Kulturmarkt, Aemtlerstrasse 23, 8003 Zürich



L'OUÏE FINE

(La) Rue Serendip, La Chaux-de-Fonds

Tänzerinnen/Tänzer : Abygaël, Constance, Dayan, Elliot, Elora, (Eloy), Eve, Jade, Léo, Lindsay, Louna, Lucas, Malo, Marion, Samuel, Théo, Tibau, Victoria

 

Choreographie : Tristan Bénon & Prunelle Bry

Lehrperson : Olivier Bedogni

Malerin : Liuba Kirova

Begleitung : Geneviève Bénon

 

20 min


Dieses auf Improvisation basierende Kunstprojekt zielt darauf ab, die Idee der Zusammenarbeit mit Kindern einen Schritt weiter zu bringen. Olivier Bedogni lud drei professionellen Künstler*innen aus Choreographie und bildender Kunst zu einer neuen Zusammenarbeit zwischen Kindern und Erwachsenen ein, dazu, gemeinsam in den gleichen Prozess des Dialogs und der Kreation einzutauchen.
Das Thema, das für diese Kreation gewählt wurde, lautete: auf sich selbst hören, auf den anderen hören. In sich hineinhören, um mit den Kindern an ihren tiefsten Sehnsüchten zu arbeiten, an dem, was sie auszudrücken und mit uns zu teilen haben. Dem anderen zuhören in dem Bestreben, an der Akzeptanz und dem Respekt für die Unterschiede des anderen zu arbeiten.

Die Gruppe besteht aus 17 Schülerinnen und Schülern einer 3.-4. Harmos-Klasse der Schule Le Noirmont. Die Kinder waren Mitgestaltende. Die professionellen Kunstschaffenden waren Katalysatoren und unterstützten und leiteten die Kinder während des gesamten Prozesses an, um deren Kreativität zu entwickeln und deren Ideen zu verwirklichen.

 

https://www.larueserendip.com/

 

Die Gruppe dankt für Koproduktion und/oder Unterstützung: L’école primaire du Noirmont, Evidanse (co-production), L’espace culturel du Soleil, La commune du Noirmont, Office de la Culture de la République et Canton du Jura, Fondation O2, FARB.


NONVERBALE IRRITATIONEN

unneArts, Zürich

Photocredit : Anja Schmid

Tänzer*innen : Anja Schmid, (Kim Stäubli), Yma Vagner, Celina Wiesmann

 

Choreographie : Priska Habegger

 

15 min


Bei „Nonverbale Irritationen" wurde der Fokus auf die Hände gerichtet. ...was entstehen für Bilder/Bildkompositionen, wenn die Gestik stark „bewegt/bewegend" ist? ...wenn Hände im Verborgenen sind - diese Unberührbarkeit signalisieren? ...wann wird das Berühren als übergriffig empfunden? ...Gesichter Härte zeigen, aber Hände ehrliche Intimität zulassen können? - kann dies zu Irritationen führen?

Berührungen schaffen Bilder und sollen die Betrachtenden einladen zum Näherkommen, auch wenn dies bedeutet, dass die eigene Verletzbarkeit angreifbarer wird. Es entstehen dreidimensionale, bewegende Bilder im Raum - filterlose „Dinge" - Mindmaps - morphologische Stammbäume.

 

unneArts aus Sicht von Gruppenmitglied Yma: „Wir sind unneArts. Ein Ensemble von Lebensexpert*innen, welche sich Priska Habegger zur künstlerischen Leitung ausgesucht haben. Bei uns steht die Zusammenarbeit auf Augenhöhe, mit Persönlichkeiten statt Personen und dem Fokus auf individuellem Ausdruck im Zentrum. Wir denken in Bildern und Bildkompositionen, statt in handlungs- oder formbezogenem Arbeiten. Priska gibt uns dafür den Rahmen, einen Safespace, worin Impulse individuell und gemeinsam bewegt, verändert, berührt und weitergegeben werden. Unsere Arbeit entsteht durch den Austausch – die Beziehung – die Berührung – die Wechselwirkung miteinander. Dabei arbeiten wir interdisziplinär, lassen uns durch verschiedene Kunstrichtungen inspirieren und bleiben neugierig. Die Fragen „Was ist Tanz? Was ist Kunst? Wie verbinden sich die zwei?" begleiten uns dabei. Unsere Berührungen schaffen Bilder, sie laden ein zum Verweilen, zum Näherkommen, zum Berühren und berührt werden – sowohl als Lebensexpert*in als auch als Betrachtende. Unsere Berührungen sind direkt und ehrlich und dürfen auch irritieren. Wir wollen Intimität schaffen, zu Verletzbarkeit einladen und durch ehrliches Berühren mit unseren Mitmenschen in Wechselwirkung treten."

 

Priska Habegger, UnneArts


MOSAÏQUES

Mastazz Dance & Co, Fribourg

Tänzer*innen :  Amandine Piller, Anina Gardaz, Bryan Corella, Corinne Mazitu, Emilie Rossier, Emilie Zaza, Gabriel Meylan, Justine Dubail, Louisa Schouwey, Maéva Ditra, Marine Laner, Noémie Küng, Pathy Gaspoz

 

Musik : Adrien Rako

Choregraphie :  Anaïs Kauer

 

20 min


Die Suche nach einem anderen in sich selbst oder einem anderen Selbst. Selbst sein in anderen? Bin das ich oder bist das du?
Gehört dieses Fragment dir? Oder ist es meines? Ich weiss es nicht.
Es ist ein Sturm von Bruchstücken, in dem man sich nicht zurechtfindet.

Das Stück MOSAÏQUES bringt 14 Tänzerinnen und Tänzer der Vereinigung Mastazz Dance&Co. zusammen. Seit November 2008 arbeitet Mastazz Dance&Co daran, Möglichkeiten der Begegnung und des Austauschs in der urbanen und zeitgenössischen Szene zu schaffen, um gesunde und respektvolle Werte gegenüber der Kultur, anderen und sich selbst zu fördern. Die Projektteilnehmer haben sich im Anschluss an einen Aufruf der Compagnie zur Einreichung von Projekten freiwillig gemeldet.

 

https://mastazzdanceco.com

 

Die Gruppe dankt für Unterstützung durch: aussergewöhnliche Subvention der Stadt Freiburg, Lotterie Fonds Romandie und Koproduktion mit C-ré-Action noch hängig, 


WIR SIND VIELE

Tanzensemble UPK, Basel

Photocredit : Andreas Hagenbach

Tänzer*innen : Anouk F., Anouk W., Bryan, Dietmar, Donath, Doris, Jasmin, Luzius, Madelon, Marianne, Meret, NN

 

Choreographie : Rebecca Weingartner

Dramaturgie : Luzius Heydrich

Co-Leitung UPK : Meret Guttmann

Live-Musik : Donath Weyeneth

 

45 min


Die Choreografin Rebecca Weingartner hat in den Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel wöchentlich ein gemeinsames Tanztraining für Patient*innen, Angehörige und Mitarbeiter*innen angeboten. Entstanden ist ein Tanzstück grosser Diversität, in dem die Mitwirkenden mit den unterschiedlichsten Hintergründen und unterschiedlichen Alters, ihre Identitäten verflüssigen und neue erfinden. Im Spiel zwischen Chaos und Ordnung, Finden und Sich-Verlieren, Selbstbehauptung und Einfügen, wird das Spannungsfeld sichtbar zwischen den Einzelnen und den Anderen, den Vielen in uns und den Vielen, die mit uns sind. 

 

Das Tanzensemble UPK besteht aus ehemaligen und aktuellen Patient*innen und Mitarbeiter*innen der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel im Alter zwischen 21 und 67 Jahren und dem Musiker Donath Weyeneth. 

 

Rebecca Weingartner, UPK Basel

 

WIR SIND VIELE ist eine Kooperation von UPK Basel und Wildwuchs Unterwegs. Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung Kultur Basel.